Klimatisierung

Klimatisierung im proRZ-Wissenlexikon.

Die richtige Klimatisierung sichert den reibungslosen Betrieb moderner Informations- und Telekommunikationstechnik und damit auch eine hohe Betriebssicherheit. Rechenzentren werden heute vorwiegend noch luftgekühlt. In der Regel werden die IT-Komponenten so in Racks eingebaut, dass sie an der Vorderseite kühle Luft aus dem Raum ansaugen und warme Luft an der Rückseite ausblasen. Mit dieser Klimatisierungstechnik sind auch Blade-Server kühlbar, wenn genügend Kühlluft zur Verfügung steht und der Abtransport der Abwärme aus dem Serverraum gewährleistet ist. Den internen Aufbau der Rack- und Blade-Server haben die Hersteller so optimiert, dass die durchströmende Kaltluft auf einen möglichst geringen Widerstand trifft und somit die Bauteile effizient kühlt. Die technisch maximale Kühlleistung pro Rack wird begrenzt durch die Fähigkeit des umgebenden Raums, ausreichend Kühlluft zu den Frontseiten der Racks zu bringen und die Warmluft von den Rückseiten abzuführen. Die Warmluft wird dabei aus dem Serverraum zu den meist an der Peripherie der Rechenzentrumsfläche aufgestellten Umluftkühlsystemen zurückgeführt.

Bewährt hat sich in Rechenzentren auch die Aufstellung der Server-Racks in der Kaltgang-Warmgang-Anordnung mit Doppelboden. Dabei wird die gekühlte Luft von den Umluftkühlaggregaten unter den Doppelboden gepumpt, dort durch Luftführungen verteilt und über gelochte Bodenplatten in die kalten Gänge der Racks geblasen. Mit dieser Anordnung lassen sich maximal 3 bis 5 Kilowatt Kühlleistung pro Serverschrank abführen. In betagten Rechnerräumen liegt dieser Wert aufgrund der räumlichen Gegebenheiten aber oft nur bei 1 bis 2 Kilowatt. Für einen höheren Kühlleistungsbedarf reicht die herangeführte Kühlluftmenge nicht mehr aus. Die Klimatisierung eines Rechenzentrums oder Serverraums ist ein elementares Kriterium bei der Planung.

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